Vorschlag eines Langzeit-Projektes für die Lugrav: Migrationsleitfaden für Windows-Desktopnutzer
Ausgangslage ------------ Immer wieder kommt auf den Treffen der Lugrav zur Sprache, welche Themen angesetzt werden sollen. Dass manche Möglichkeiten ungenutzt bleiben, ist auf immer wieder dieselben Ursachen zurück zu führen. Zu beobachten sind (1) Mangelnde Eignung des speziellen Thema's für Einsteiger und gleichzeitig für Fortgeschrittene (2) Unsicherheit über die Eignung als Vortrag, Workshop oder schlichten Erfahrungsaustausch (sprich Klönabend) (3) Schwierigkeiten, die Technik zu beschafffen, insbesondere Beamer, Internetanschluß, ausreichend viele Laptops, Server mit vorbereiteten Dateien etc. (4) zeitlicher Aufwand, die Treffen vorbereitend zu organisieren. Lösungsweg ---------- Deshalb wird an dieser Stelle ein Langzeit-Projekt vorgeschlagen, dessen Fortgang und dessen Erfolg nicht von solchen Faktoren abhängt. Die Idee ist, eine Aufgabe auszuwählen, die - in viele kleine Teile herunter gebrochen werden kann, - Erfolgserlebnisse in jedem Teilschritt möglich macht, - in mehreren Veranstaltungsformen abgearbeitet und - mit wenig Aufwand vorbereitet werden kann. Vorschlag --------- In der Open Source Bewegung fehlt es (jedenfalls nach meiner Kenntnis) an einem offiziellen *** Migrationsleitfaden Windows --> Linux für Desktopuser *** Wer von Windows auf Linux umsteigt, wird regelmässig allein gelassen, wenn es darum geht, seine vorhandenen Daten von Windows auf Linux zu übertragen, so dasss sie weitergenutzt werden können. Ein typischer Linux-Einsteiger muß bei Null anfangen. Das beginnt damit, dass keine einzige Installationsroutine irgendeiner Linux-Distribution den Anwender frägt, ob und welche Windows-Dateien er übernehmen will. Das hat beispielsweise zur Folge, dass alle Bookmarks des Browsers verloren sind und erneut zusammengestellt werden müssen. Die Installer sehen noch nicht einmal vor, vorhandene Windows-Partitionen als Linux-Datenpartition zu mounten. Das läßt sich zwar unter vielen Installern einrichten, setzt aber Expertenwissen voraus, welches bei typischen Linux-Einsteigern nicht vorhanden ist. Keine Installationsroutine durchforstet ein vorhandenes Windows daraufhin, welche Programme installiert sind und schlägt die entsprechenden Linux-Alternativen zur Installation vor (oder besser: installiert sie gleich). Nebenbei: Hier findet sich einer der Gründe für die Attraktivität von Knoppix, Ubuntu & Co, die "alles" installieren, und damit eben auch die benötigten Linux-Alternativen zu vorhandenen Windows-Programmen. Selbst die gängigen Linux-Einsteigerbücher behandeln das Thema Migration stiefmütterlich. Diese Lücke zu füllen, ist eine ehrenvolle und nutzbringende Aufgabe für die gesamte Open Source Bewegung. Vorgehensweise -------------- Weil das Thema stark zersplittert ist, eignet es sich für eine Personengruppe wie die Lugrav, in der Einsteiger und Fortgeschrittene zusammen wirken. Jeder kann Migrationsprobleme aufwerfen. Jeder kann davon berichten, wie er sich beholfen hat, welche Wege sich als Irrtum oder als zu aufwendig heraus gestellt haben usw. Jede klitzekleine Information ist für das Gesamtprojekt wichtig. Der Erfolg eines solchen Projektes hängt gerade davon ab, dass möglichst unterschiedliche Interessen und Sichtweisen einfliessen. Ich kann mir gut vorstellen, dass z.B. jemand davon berichtet, wie er in seinen Vor-Linuxzeiten das Anwendungsprogramm X eingesetzt hat, und wie es unter Linux weiterging. Dann ist man sofort im Thema Migration. Die Angaben bräuchten nur gesammelt, reflektiert und einheitlich aufgeschrieben werden, schon ist die erste Fassung eines Migrationsleitfaden fertig. Dabei kann man an allen Enden und Kanten gleichzeitig arbeiten, man ist also nicht auf eine stringente Reihenfolge einzelner Themen oder Schritte angewiesen. Das erleichtert die Organisation erheblich. Und am Ende könnte, wenn das know how und die Bereitschaft vorhanden ist, ein Script aufgestellt werden, dass die Arbeit - soweit möglich - automatisiert. Der erforderlich Programmieraufwand sollte sich in Grenzen halten. Ein solches Projekt würde der Lugrav eine Identität stiften, die wegen ihrer Aussenwirkung weit über das hinaus geht, als der schon jetzt vorhandene Zusammenhalt, der sich auf das gemeinsame Interesse an Linux und der gegenseitigen Sympathie der Beteiligten (nicht zwingend in dieser Reihenfolge) abstützt. Feedback -------- Was haltet ihr davon? Gruß
Teilnehmer (3)
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Eric Bachman
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peter.voigt1@gmx.net
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Ulrich Rieke